Paar-Sitzungen

Auch in einer Partnerschaft ist MS oft eine Herausforderung. 

Paar-Therapie – alleine oder zusammen mit Deinem Partner

Einzelberatung für Deine Partnerschaft

Wenn Du bemerkst, dass Deine Beziehung immer mehr zur Herausforderung für Dich wird, oder die Leidenschaft verloren geht, dann ist eine Paartherapie eine gute Möglichkeit, die Beziehung wieder neu zu beleben und auf eine neue Ebene zu heben.

Wenn Dein Partner dies aber (noch) nicht mitmachen möchte, dann kannst Du selbst vorangehen und erst einmal alleine ansehen, was DU für die Partnerschaft tun kannst, oder wie Du einen entspannten Umgang mit den bestehenden Problemen finden kannst. Vielleicht inspiriert dies auch Deinen Partner…

Wenn Du oder Dein Partner an einer chronischen Krankheit wie Multiple Sklerose erkrankt ist, sind Ängste, Sorgen und Zweifel natürlich immer ein Thema.

Mach nicht den Fehler, diese Probleme zu ignorieren!

Ich möchte Dir wirklich dabei helfen, zurück zu einer Beziehung mit Liebe und Leidenschaft zu finden, in der die Krankheit zwar präsent ist, aber nicht im Vordergrund steht. Wo Du Dich auf die Liebe zu Deinem Partner konzentrierst und nicht auf das Pflichtgefühl ihn nicht alleine lassen zu dürfen bzw. die Angst davor, alleingelassen zu werden.

Paartherapie gemeinsam mit Deinem Partner

Gemeinsam mit Deinem Partner könnt Ihr in einer Paartherapie natürlich am meisten erreichen. Oft sind es Unsicherheit, Angst und falsche Rücksichtnahme, was ein Paar davon abhält, ihre Liebe und Leidenschaft zu spüren und zu leben.

Bedingungslose Ehrlichkeit ist eine gute Möglichkeit das zu verändern. Wenn Ihr Probleme ansprecht anstatt den Partner „zu schützen“, entsteht dadurch Nähe und meist auch Leichtigkeit. Verstecken und Verheimlichen kostet viel Energie, die für die Liebe dann fehlt.

Wenn Ihr Euch schont und Wahrheiten nicht offen aussprecht, entstehen Frust und Angst, denn der beschützte Partner spürt – ob bewusst oder unbewusst – dass er belogen wird.

Ehrlichkeit als Schlüssel

Ich helfe Euch sehr gerne dabei, den ersten Schritt in Richtung Ehrlichkeit zu machen. In einem geschützten Raum erfahrt Ihr, wie wohltuend Ehrlichkeit sein kann. Und wie sich die eigenen Ängste dann oft auflösen. Außerdem finden wir gemeinsam Lösungen für viele Probleme. In einem geschützten Raum ohne Tabus sprechen wir über alle Probleme und Wünsche, die Ihr habt…

Themen in der Paar-Beratung

Kommunikationsprobleme

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Kommunikation ist super wichtig! Dabei haben Paare oft sehr unterschiedliche Vorstellungen über die perfekte Kommunikation. Häufig sind Männer eher wortkarg, Frauen reden dagegen viel und drücken ihre Gefühle und Emotionen häufig auch über Worte aus. Manchmal ist es aber auch umgekehrt.

Männer bringen ihre Meinung oft mit einem Satz klar auf den Punkt – zumindest meinen sie es. Eigentlich ist es aber so, dass die Ein-Satz-Kommunikation eine kopfgesteuerte, eher technische Kommunikation ist. Was soll ich mehr sagen, wenn ich mit einem einzigen Satz schon alles klar formuliert habe?

Die Kommunikation von Frauen dagegen ist häufig eher gefühlsbetont. Viele Frauen haben uns Männern da etwas voraus. Und erst durch’s Sprechen wird spürbar, was überhaupt gesagt werden soll. Männer legen sich den fertigen Satz meist schon zurecht, bevor sie den Mund öffnen.

Wichtig zu wissen ist auf jeden Fall, dass beide Kommunikationsarten gut und richtig sind. Und Du wirst sicher auch schon erlebt haben, dass Du von der jeweils anderen Kommunikationsart fasziniert warst und vielleicht bist Du sogar neidisch geworden, dass Du nicht so kommunizieren kannst.

Oft macht es aber auch Probleme. Relativ häufig kritisiert mich meine Frau z. B., weil ich etwas nicht gesagt hätte. Dabei habe ich es doch gestern schon gesagt. Für meine Frau war aber dann verwirrend, dass ich nur „ja“ oder „nein“ zu einer Frage geantwortet habe, wo sie 5 Minuten alle Vor- und Nachteile gegeneinander abgewägt hätte.

Andererseits beschwere ich mich oft darüber, dass meine Frau auf eine aus meiner Sicht einfache Frage nur eine komplizierte Antwort findet, bei der sich das „ja“ und „nein“ in der Antwort sogar abwechselt, bevor sich erst ganz zuletzt eine für mich klare Antwort abzeichnet.

Zukunftsangst

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Was wird noch kommen? Wie schlimm wird die MS mich/uns noch behindern? Kann ich meine Partnerschaft noch bis ins Alter halten, oder kommt irgendwann die Trennung oder das Pflegeheim?

Grundsätzlich sind dies Fragen, die auch gesunde Menschen ab und zu beschäftigen. Bei Menschen mit MS oder deren Partnern sind dies aber Fragen, die sehr viel konkreter und drängender in der Luft liegen.

Zukunftsamgst bedeutet aber, sich schon heute mit Themen zu blockieren, die vielleicht nie eintreten. Natürlich ist es wichtig, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen und sie auch in einer Partnerschaft zu besprechen. Aber das Haupt-Augenmerk sollte aufs Hier und Jetzt gelegt werden. Was kann ich jetzt dafür tun, dass die Angst-Szenarien nicht eintreten? Was habe ich JETZT für ein Problem? Und wie sehr schränkt mich dieses Problem JETZT ein?

Bei der Fokussierung auf Jetzt werden die Zukunftsängste in der Regel gar keine Rolle mehr spielen, denn Jetzt sind sie noch gar nicht real.

Körperliche Einschränkungen

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Körperliche Einschränkungen können dazu führen, dass Paare ihr Leben anpassen und neu ausrichten müssen. Gerade wenn durch einen MS-Schub plötzlich Einschränkungen auftreten, ist der Partner meist gefordert, diese Einschränkungen auszugleichen. Und das von heute auf morgen, ohne lange Vorbereitung. Dass dies die Partnerschaft sher belasten kann, ist klar.

In der Regel haben sich beide Partner, sowohl der Erkrankte als auch der Gesunde, sein jeweiliges Leben anders vorgestellt.

Wie kannst Du mit solch einer Situation umgehen? Ist es unfair und egoistisch, wenn Du DEINE Bedürfnisse einforderst? Und wieviele Kompromisse musst Du eingehen?

Diese Fragen lassen sich natürlich nicht pauschal beantworten. Es braucht wieder eine gute und ehrliche Kommunikation, um gemeinsam einen gangbaren Weg zu finden. 

Probleme beim Sex

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Probleme beim Sex können nicht nur durch offensichtliche körperliche Einschränkungen oder durch die schon im Bereich Scham beschriebenen Themen entstehen. Auch der Sex an sich kann ein Problem werden. Beim Mann sind Erektions- und Orgasmusprobleme sichtbar und dadurch leicht zu erkennen. Das hat den Vorteil, dass Mann zwar damit umgehen muss, aber dieses Thema nicht unbedingt ansprechen muss, bevor die Partnerin es ohnehin SIEHT.

Aber es gibt auch andere sexuelle Probleme, die sowohl Männer als auch Frauen treffen können.

Sensibilitätsstörungen

Ein sehr häufiges Problem sind Sensibilitätsstärungen. Diese sind bekannt von Händen oder Füßen, in einigen Fällen auch im Gesicht oder am Bauch. Unbekannter ist, dass diese Sensibilitätsstörungen auch die Geschlechtsorgane treffen können. Dabei können unterschiedlche Phänomene auftreten. Entweder ist das Gefühl mehr oder weniger stark eingeschränkt, d. h. es ist stärkerer und/oder längerer Druck notwendig, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Bei Frauen kann dies dazu führen, dass sie beim Geschlechtsverkehr nicht so einfach zum Orgasmus kommen können, weil der Mann nicht lange genug „durchhält“. Aber auch bei Männern kann dies passieren. In beiden Fällen ist es wichtig, darüber zu sprechen und ohne Scham nach Lösungen zu suchen. Für das eine Paar ist eine Stimulation mit Hilfsmitteln wie Dildos oder Vibratoren hilfreich, für das andere Paar „Handarbeit“ oder Oralsex. Und manchmal reicht schon eine andere Stellung beim Sex.

Wichtig ist, die Scham und Vorurteile möglichst abzulegen. Selbstbefriedigung „funktioniert“ meist mit Abstand am besten, da ich ja nunmal am besten spüre, was sich gut anfühlt und wie fest der Druck sein muss. Wenn für beide Partner die Scham überwunden ist, kann dies auch sehr bereichernd für die Partnerschaft sein, weil jeder Partner selbst für sein „Glück“ verantwortlich ist. Und Selbstbefriedigung muss auch nicht alleine im stillen Kämmerlein betrieben werden, sondern kann auch gemeinsam mit dem Partner geschehen. Vielleicht unterstützt Dich Dein Partner auch dabei, oder Du gehst nach dem (oder bereits beim) Geschlechtsverkehr dazu über, Dich selbst zu befriedigen…

Krämpfe

Auch Spastiken sind vielen MS-Erkrankten bekannt. Krämpfe in Waden oder Oberschenkeln haben auch die meisten gesunden Menschen schon erlebt. Krämpfe in der Scheidenmuskulatur sind nicht angenehmer, zumal sie meist während des Geschlechtsverkehrs und kurz vor dem Orgasmus auftreten. Somit können sie dem Sex und der Lust ein jähes Ende bereiten.

Hier lässt sich mittelfristig oft eine deutliche Besserung erreichen. Mit geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln oder Entspannungsübungen kannst Du Deine Muskeln – auch die der Scheide – deutlich entspannen, was sich auch grundsätzlich positiv auf Deinen Sex auswirken kann.

Wenn gar nichts mehr geht

Nicht immer ist die Lösung einfach. Manchmal finden Paare trotz intensiver Suche keine befriedigende Lösung.

Viele Paare trennen sich in so einer Situation, denn der Sexualtrieb ist ein sehr starker, kaum zu unterdrückender Trieb. Bevor dies bei Dir so weit ist, möchte ich Dir aber noch andere Möglichkeiten ans Herz legen. Wenn ein Partner zum Beispiel keinen Sex mehr haben kann (oder möchte), leidet der anderer sehr. Auch wenn er es nicht ausspricht. In einigen Fällen führt dies dann dazu, dass heimlich eine Affäre begonnen wird. Die Königslösung wäre allerdings, die Wünsche und Bedürfnisse offen anzusprechen und auch über unkonventionelle Lösungen zu diskutieren.

Unkonventionelle Lösungen könnten zum Beispiel offene Beziehungen sein, in denen der Partner „offiziell“ auch mit anderen Sex haben darf. Vielleicht auch nur unter bestimmten Bedingungen oder Voraussetzungen, die vorher besprochen werden sollten. Oder Ihr sucht Euch eine Dritte Person, mit der Ihr gemeinsam Sex habt, die die Einschränkungen ausgleicht.

Wenn dies einvernehmlich als gemeinsame „Lösung“ geschieht, dann kann das eine Bereicherung für Euch sein und die Liebe noch deutlich stärken. Wichtig ist nur, dass Ihr vorher, währenddessen und danach ehrlich seid! Es ist eine Gratwanderung, ein Risiko, aber auch eine riesige Chance!

Scham als Lustkiller

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Für MS-Erkrankte kann es viele Probleme geben, für die Du Dich schämst. Ob Du Dich nicht mehr wie ein gesunder Mensch bewegen kannst, oder ob Du durch eine Blasen- oder Stuhlinkontinenz Angst davor haben musst, „schmutzig“ zu sein. Wenn Du Angst davor hast, dass die Inkontinenz sogar beim Sex passiert, ist das wahrscheinlich ein ganz großer Lustkiller. Genauso, wenn Du nicht spontan sein kannst, weil Du Angst hast, dass Du nicht ganz „sauber“ bist. Hier gibst Du Deinem Partner wahrscheinlich schon unbewusst ein eher ablehnendes Signal, um nicht in eine peinliche Situation zu geraten.

Sei Dir aber bewusst, dass Dein Partner dies und Deine Ängste auf irgendeiner Ebene mitbekommt!

Im schlimmsten Fall ist auch ihm das peinlich und er spricht das Thema nicht an. Im Besten Fall spricht er es an und nimmt Dir so einen Großteil Deiner Scham und Angst!

Glaubenssätze auflösen

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Viele MS-Probleme hängen auch mit Glaubenssätzen zusammen. Wir lernen und erfahren schon als Baby oder Kleinkind, was richtig und was falsch ist. Was wir können (müssen) und was wir nicht dürfen.

Durch eine Krankheit wie MS können wir plötzlich viele Dinge nicht mehr, die vorher für uns selbstverständlich waren. Wir haben plötzlich Makel, sind „behindert“.

Natürlich bewerten wir diesen Zustand negativ. Wir sind nicht mehr „normal“ – was immer das auch heißt. Wir sind krank, haben eine unheilbare Krankheit. Allein dies erzeugt Assoziationen wie

  • Ich kann … nicht mehr machen.
  • Ich werde nie mehr einen neuen Partner finden.
  • Ich bin eine Balastung für meine Familie und Freunde.

Allerdings sind auch diese Glaubenssätze selten das, was gerade IST. Es ist eine Projektion auf die Zukunft, die noch gar nicht geschehen ist. Niemand weiß, ob sie so geschehen wird, wie wir es uns heute ausmalen.

Allerdings gibt es auch die selbsterfüllende Prophezeiung. Das heißt, wenn wir uns unsere Zukunft so ausmalen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auch so wird. Dies funktioniert bei negativen Sichtweisen genauso wie bei positiven!

Gerne würde ich Dir dabei helfen, negative Glaubenssätze durch positive auszutauschen!

Was Paartherapie ausmacht

Ihr als Paar seid einzigartig. Paartherapie bedeutet NICHT, dass Ihr als Paar von mir die Lösung vorgesetzt bekommt, die Ihr nur befolgen müsstet. Es geht um Euer eigenes Verständnis von Euch als Paar. Um Eure Wünsche und Bedürfnisse, fernab von Regeln und Normen. Durch eine chronische Krankheit wie MS werden Paare stark gefordert und mit Ängsten und Problemen konfrontiert.

 

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Ich möchte Euch sehr gerne dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern!

Wenn Ihr in Verbindung und in ehrlicher Kommunikation bleibt (oder wieder dorthin zurück kommt), wenn Ihr Euch auf Eure Liebe statt auf die Krankheit konzentriert, dann werdet Ihr die Herausforderung meistern!

Jetzt starten!

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Kostenlose Beratung

In einer kostenlosen Beratung (ca. 30 Minuten) besprechen wir gemeinsam, ob was ich für Dich/Euch tun kann und ob DEINE Ziele in der Paartherapie erreicht werden können.

Termin buchen

Nach der Beratung kannst Du einen Termin buchen, den Du Dir selbst aussuchst. Ich bestätige Dir den Termin innerhalb weniger Stunden.

Erste Sitzung

Zum vereinbarten Termin erwarte ich Dich / Euch dann in meiner Praxis.

Ich freue mich darauf, Euch kennenzulernen!

 

Fragen und Antworten

Wie teuer ist eine Paar-Therapie?

Für Paartherapie berechne ich pro Stunde 120 EUR. Dabei ist egal, ob Du alleine, oder mit Deinem Partner gemeinsam zu mir kommst.

Wieviele Sitzungen benötigen wir?

Das kann ich Dir nicht sagen, weil auch dies individuell ist. Wir werden aber im Beratungsgespräch ein Ziel definieren, zu dem ich Dir auch die ungefähre Anzahl an Sitzungen nenne, damit Du Dich auf die Gesamtdauer und den Gesamtpreis einstellen kannst.

Kannst Du uns wirklich helfen?

Ja! Wenn Ihr es wollt, helfe ich Euch. Allerdings heißt das nicht, dass ich Euch eine Garantie für eine glückliche Beziehung geben kann. Manchmal ist auch eine Trennung die sinnvolle Lösung. Aber lasst uns gemeinsam schauen…

Wir trauen uns nicht, bestimmte Themen anzusprechen oder zu fragen…

Ich kann Euch nur versichern, dass nichts zu peinlich oder zu ungewöhnlich ist, um es bei mir anzusprechen. Die allermeisten und peinlichsten Themen habe ich bereits selbst erlebt, insofern kann mich nichts mehr erschrecken 😉